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Hausaufgabenkonzept der Evangelischen Grundschule Meckenheim

Hausaufgaben an sich sind nicht leistungsfördernd.
Erst die Qualität der gestellten Aufgaben und das individuelle Feedback der
Lehrer/innen bzgl. der Bearbeitung der Aufgaben führen zum Ziel.
Hausaufgaben sollen das im Unterricht Erlernte wiederholen und festigen und
dadurch zu einer schulischen Leistungssteigerung beitragen.  
Hausaufgaben haben einen hohen Stellenwert, nicht nur bei
Lehrkräften und Eltern, sondern auch bei Schülerinnen und Schülern.
Somit richtet sich der Blick verstärkt auf die Qualität der gestellten Hausaufgaben
und darauf, wie diese in den Schulalltag – vor allem auch in Ganztagsschulen -
integriert werden können.
Neben den gestellten Hausaufgaben muss eine tägliche, mindestens 10 Minuten
umfassende, gemeinsame Lesezeit im Elternhaus gewährleistet sein.


1. Rechtliche Vorgaben:
• HA ergänzen den Unterricht und unterstützen den Lernprozess der Schüler(innen).

Sie dienen der:
o Übung, Anwendung und Sicherung von Unterrichtsinhalten,
o Vorbereitung bestimmter Unterrichtsschritte,
o selbstständigen Auseinandersetzung mit einem Unterrichtsgegenstand.

• HA sind nur so zu stellen, dass eine selbstständige Erledigung möglich ist.
• HA dürfen nicht mit Noten bewertet werden.
• Die Würdigung der HA durch regelmäßige Kontrolle ist wichtig.
• Die Belastbarkeit der Schüler(innen) und unterschiedliche
  Anforderungsbereiche sind bei der Vergabe der HA zu berücksichtigen.
  D.h. differenzierte Hausaufgaben stellen!
• Als zeitlicher Richtwert für die Bearbeitung von HA im Primarbereich gilt: 30 – 60 Minuten.
• Es dürfen keine HA über die Ferien gestellt werden. Die Ausnahme bildet eine
  Lektüre in Deutsch/Englisch und freiwillig zu bearbeitendes Fördermaterial.
 

  •  Die Eltern/Erziehungsberechtigten haben dafür zu sorgen, dass ihr Kind seine Pflichten als Schüler(in) erfüllt und seine/ihre Hausaufgaben ordnungsgemäß erledigt.

    2. Umgang mit Hausaufgaben an der EGS Meckenheim


• Die rechtlichen Vorgaben des Hausaufgabenkonzepts werden den Eltern zu Beginn des Schuljahres auf einem  Elternabend vorgestellt.
• Zusätzlich werden die Hausaufgabenpraxis und der Umgang mit Hausaufgaben
  intensiv besprochen:
  Die Lehrkraft erarbeitet und übt Strategien einer effizienten Hausaufgabenpraxis mit
  den SuS, sie kontrolliert und gibt ein inhaltliches Feedback und zieht ggf. Konsequenzen daraus.

Hausaufgaben sollen:
• an der Tafel visualisiert
• rechtzeitig angekündigt
• nach Leistungsstärke der SuS qualitativ und quantitativ differenziert gestellt werden
• so gestellt werden, dass eine selbstständige Anfertigung möglich ist.
• nicht in letzter Minute, nach dem Gong aufgegeben werden.
• als tägliche Unterrichtspflicht angesehen werden.
• nicht als Kollektivstrafe gestellt werden

HA sollen mit anderen Lehrkräften, die in der Klasse unterrichten, vor allem auch
zeitlich abgestimmt werden.
Im Ganztagsbetrieb soll für einen ruhigen und aufgeräumten Arbeitsplatz gesorgt
werden.
Schüler(innen) müssen:
• sich im Zweifelsfall selbstständig nach HA informieren
• sich die HA notieren
• HA vollständig anfertigen
• vergessene HA in der Bedarfsaufsicht nachholen
• HA als Pflichterfüllung ansehen
• HA ordentlich anfertigen.

Eltern/Erziehungsberechtigte dürfen:
• sich im Zweifelsfall selbstständig nach HA informieren
• Interesse an den HA zeigen
• ihrem Kind Zeit geben
• ihrem Kind Mut machen
• einen ruhigen und aufgeräumten Arbeitsplatz bereitstellen
• loben und angemessen tadeln
• der Lehrkraft die häusliche Hausaufgabenpraxis in regelmäßigen
Abständen (Eltern-Kind-Sprechtag) rückmelden

Eltern/Erziehungsberechtigte dürfen nicht:
• Aufgaben für die Kinder lösen
• ihr Kind entmündigend überwachen
• übertriebenen Druck ausüben.

Hausaufgaben zu erledigen ist Pflicht!

  Falls eine selbstständige bzw. vollständige Erledigung der HA durch das
  Kind nicht möglich ist, wird dies von den aufsichtsführenden Lehrkräften
  im Ganztag bzw. von den Eltern, deren Kinder nicht den Ganztagsbetrieb
  nutzen, durch eine kurze schriftliche Notiz an die Lehrkraft mitgeteilt.
• Falls ein Kind im Ganztagsbetrieb durch unkonzentriertes
  oder störendes Verhalten auffällt und seine Hausaufgaben deshalb nicht oder
  unordentlich erledigt, müssen diese im häuslichen Bereich nachgeholt werden.
  Die aufsichtsführende Lehrkraft informiert die Erziehungsberechtigten durch einen
  schriftlichen Eintrag ins Hausaufgabenheft.
  Die Erziehungsberechtigten bestätigen die Kenntnisnahme durch eine Unterschrift.

3. Hausaufgabenpraxis an unserer Schule
• Ab Klasse 1 schreiben alle SchülerInnen die Hausaufgaben von der Tafel in ihr
  Hausaufgabenheft.
• Die Hausaufgaben dürfen von der Tafel erst am nächsten Tag abgewischt
  werden



4. Konsequenzen bei Nichtanfertigung:
o Nachholen der vergessenen HA in der Bedarfsaufsicht
o Mehrmaliges Vergessen: Gespräch Lehrkraft - Eltern
o Falls auch nach einem Gespräch keine Besserung eintritt:

1. Formular 1 mit Hinweis an die Eltern
  Unterschrift Klassenlehrerin/Fachlehrer(in)
  Unterschrift der Eltern wird verlangt
  Schülerakte
o Erneutes mehrmaliges Vergessen nach 1. Brief

2. Formular 2 mit Hinweis an die Eltern
  Unterschrift Schulleiter
  Unterschrift der Eltern wird verlangt
  Schülerakte

3. Keine Besserung nach Brief 2
  Elterngespräch mit der Schulleitung